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Inspirata - Zentrum für mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung

Physik zum Anfassen


„Inspirata“ weckt  Interesse an Naturwissenschaften - indem es Experimente erleben lässt


( Sandra Vogt erklärt das foucaultsche Pendel - Foto: Robert Dietze )

Eine Gruppe Grundschüler sitzt im Schneidersitz auf dem Boden und schaut neugierig auf die metallene Kugel, die vor ihren Augen an einem langen Drahtseil von der Decke hängt.

„Wer von euch weiß denn, was mit dem Pendel passiert, wenn man es nicht mehr anschiebt? Ihr kennt das vielleicht vom Schaukeln.“ - „Iiich“ rufen fast alle Kinder gleichzeitig und recken ihre Arme in die Luft. So sieht es aus, wenn Leipziger Lehramtsstudenten Schulklassen und anderen Besuchern bei Inspirata physikalische Gesetzmäßigkeiten spielerisch näher bringen.

Der am 4. November 2008 in Leipzig gegründete Verein Inspirata - Zentrum für mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung hat es sich zum Ziel gesetzt, durch eine öffentlich zugängliche Sammlung von Exponaten und dem Angebot diverser Workshops das Interesse der Besucher an den Naturwissenschaften zu wecken und zu vertiefen. Neben dem foucaultschen Pendel gibt es hier eine ganze Reihe weiterer physikalischer Phänomene zu entdecken: Man kann die besonderen Eigenschaften der Formgedächtnismetalle selbst testen oder sich zum Beispiel am Bau einer Leonardo-Brücke versuchen, die ohne Nägel und Schrauben, nur durch Reibungskräfte zusammengehalten wird. 

Um den Besuchern die naturwissenschaftlichen Grundlagen hinter den Experimenten zu vermitteln,  kooperiert der Verein mit Studenten der Uni Leipzig, die hier wertvolle pädagogische Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Altersklassen sammeln.

„Vor allem von Grundschülern und Vorschülern wird das Angebot sehr gut angenommen, aber prinzipiell sind fast alle dafür zu begeistern“, meint Betreuerin Lydia König. Die 21-jährige studiert im sechsten Semester Lehramt an Förderschulen und engagiert sich in ihrer Freizeit bei Inspirata. Auch Sandra Vogt ist seit Februar 2009 Mitglied des Betreuer-Teams und hat Freude daran, „Kindern etwas erklären zu können.“ Doch die Zielgruppe der Ausstellung beschränkt sich nicht nur auf Schulklassen: Jeweils am zweiten Samstag des Monats ist die Inspirata für Einzelbesucher und Familien geöffnet.

Im März erfolgte der Umzug in die neuen Räumlichkeiten am Deutschen Platz 4. Nun befindet sich die Ausstellung in bester wissenschaftlicher Nachbarschaft neben Fraunhofer- und Max-Planck-Institut sowie der Bio City Leipzig.

Das Projekt sucht noch weitere Betreuer. Wer also gerne praktische pädagogische Erfahrung  sammeln möchte, kann sich bei Inspirata melden. Der Verein ist generell für interessierte Studenten aller Fachrichtungen offen.

Robert Dietze

Nähere Infos: www.inspirata.de

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